Es ist die Zeit, die ich fürchte, wenn all die Schatten der Zeit kommen und nach mir schreien. Und ich laufe, fliehe, suche nach dem Ort, der lauter ist. Dieselbe Zeit, wie ich dachte, die mir einfach zu kostbar war. Und ich nahm mir nicht meine, sondern deine Zeit noch bevor sie begann.

Es ist der Sinn, der mir fehlte: "Warum gerade ich? Und warum jetzt?" Es machte Sinn, was sie sagten: "Mein eigener Körper gehört nur mir!", "effiziente Routine", "soziales System, das alles zahlt". Ich wollte leben, wollte frei sein - die Freiheit nahm ich mir, das Leben dir.

Bitte vergib mir! Bitte verzeih was ich gemacht! Ich hab dich betrogen, hab dich um dein Lebenswerk gebracht. Kannst du mir vergeben? Kannst du verzeih'n, was ich dir tat. Denn dein ganzes Leben war schon vorbei bevor es angefangen hat.

Ein Teil von mir fehlt, den ich nicht'mal kenne und doch spür', dass er zu mir gehört - zu mir gehört, wie eben dieser Schmerz. Wer kann schon sagen, was heute wär'? Ich als Mutter? Und du? Erstochen, vergiftet und abgeschabt. Es wurde dreimal geprüft, um ganz sicher zu gehen, dass du, der du noch schutzloser als ein Säugling warst, auch wirklich stirbst.

Wie kann ich dich bitten aus meinen Träumen zu gehen? Aus meinem Leben hab' ich dich doch schon verbannt! Hast du ihn gefunden, den Ort, an dem du Frieden hast? Wirst du mir öffnen, wenn ich vor dir steh' und von Herzen fleh':

Bitte vergib mir! Bitte vergib mir meine Schuld!